Der süden von Alaior bis zu den Canessies

Über das Dorf Es Mercadal schreibt der Erzherzog, es sei die centralste aller Ortschaften Menorca’s und gleichzeitig der Knotenpunkt zwischen der Nordküste, Fornells und der Südküste mit dem nach Sta Galdana gehenden Wege. Jedenfalls fügt er auch hinzu: die Häuser, fast alle weiss getüncht, haben vielfach ein ganz stattliches Aussehen. (…) Eine Sehenswürdigkeit von Mercadal ist der grosse Aujub, nahe am Ausgange der Ortschaft gegen Ferrerias zu gelegen. Die zentrale Lage von Es Mercadal ist heute seine Stärke, da es zu einer Raststätte geworden ist. Von Alaior auf dem Camí d’en Kane kommend umfahren wir das Dorf auf der Landstraße, von der wir zu Menorcas Kunsthandwerkszentrum, abbiegen. Das Centre Artesanal ist Ausgangspunkt dieses Rundwegs und ein Ort, der das gesamte Handwerk Menorcas verbindet. Nach diesem Besuch begeben wir uns in die Ortsmitte und gehen die Carrer Nou hinunter, wo wir auf die fünfte Generation der berühmten Konditorenfamilie Ca’s Sucrer treffen. Sie haben die Amargos, Carquinyols, Tortades und Braços de Gitano zu Vorzeigeprodukten des Konditorenkunst Menorcas gemacht. Ihr guter Ruf ist weithin bekannt und früher war es üblich, dass die Leute aus anderen Dörfern auf ihrem Weg zum Toro dort anhielten, um ihre Süßwaren zu kaufen. Wir gehen die Carrer de Baix weiter hinunter und auf nur wenigen Metern treffen wir auf drei Handwerksberufe, die für das ländliche Leben auf Menorca von großer Bedeutung sind. Direkt an der Brücke Pont d’Enmig ist die alte Schmiede des Carretero, die von der Stadtverwaltung zur Besichtigung hergerichtet wurde. Danach geht rechts die Carrer Tramuntana ab, wo eine alte Getreidemühle steht, deren Mahlwerk noch erhalten ist, und ein paar Häuser weiter ist die Werkstatt des Zaunbauermeisters Miquel Gomila. Wir gehen ein paar Schritte zurück und nehmen die Gasse zur Carrer Doctor Llansó. Nach 300 m ist auf der linken Seite der von der Kunsthandwerkerin Mercè Gavaldà geleitete Blumenladen. Wir verlassen das Dorf in Richtung Ciutadella über eine saubere Promenade, die uns zu dem Gehöft Llinàritx bringt. In dem kleinen, gleichnamigen Industriegebiet treffen wir auf Miquel Portella, ein Stuhlflechter, der die typischen Korbhocker flechtet.